´Das war unsere 7. Tour


1. Etappe - Freitag, den 27.09.2019


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Dem vorausgesagten schlechten Wetter trotzend, fanden sich 60 Radfahrenthusiasten  ab 8.30 Uhr auf dem Gelände des Kurparkes an der Steintherme in Bad Belzig ein. Frau Wüstenhagen von der Steintherme verabschiedete die Radler pünktlich um 9.30 Uhr zur 1. Etappe. Gut gelaunt ging es trotz Regen auf die Strecke von insgesamt 60 km. Zunächst in Richtung Niemegk über den gerade fertig gestellten Radweg in der Niemegker Straße. Auf dem Radweg ging es dann auch weiter bis nach Treuenbrietzen. In "Sabinchens Speisekammer" wurden wir freundlich begrüßt und mit einer leckeren Soljanka und Getränken versorgt.

Nach der Stärkung waren, man ahnte es schon, natürlich auch wieder unsere beiden Gaukler mit von der Partie und boten den Teilnehmern, was sonst, die Moritat vom Sabinchen feil. Nachdem der Regen etwas nachließ ging es weiter auf dem Radweg bis nach Dietersdorf. Dann weiter auf den Landstraßen über Pflügkuff und Zeuden bis zur Holländermühle in Niemegk. Familie Wendt wartete dort schon auf uns mit sehr leckerem selbstgebackenen Kuchen aus dem Backofen und natürlich Kaffee. Während einige noch die Mühle besichtigten, gab es einen kräftigen Regenschauer, den aber alle gut überstanden, da wir gerade nicht auf der Strecke waren. Nach der Kaffeepause gingen wir wieder auf Tour. diesmal durch Niemegk und dann über Lühnsdorf, Kranepuhl, Preußnitz zurück nach Bad Belzig.

Dank der tatkräftigen Unterstützung unserer Polizei war das Fahren auf den Landstraßen bzw. Überqueren von Bundesstraßen gar kein Problem. In Bad Belzig angekommen, teilte sich der Tross am Krankenhaus. 37 Radler fuhren mit dem Begleitfahrzeug in Richtung Burg Eisenhardt. Die anderen kehrten mit den Polizeifahrzeugen zurück zum Kurpark, um dort ihre Fahrräder für den 2. Tag einschließen zu lassen.

Die jenigen, die noch mit zur Burg Eisenhardt kamen, erwartete dort ein besonderes Schmankerl. Sie wurden von Dr. Konrad Büchner, seines Zeichens Schnökologe, empfangen und auf eine sagenhafte Führung durch die Burg und den Fläming mitgenommen. Da es bereits seit geraumer Zeit aufgehört hatte mit regnen, waren die meisten durch den Fahrtwind bereits wieder getrocknet und konnten so gut gelaunt den Ausführungen im Burgkeller bei einem Glas Wein folgen.

Auch diese Radfahrer fuhren ca. eine 1 Stunde später wieder zurück zum Startort, um dort ihre Fahrräder für den kommenden Tag abzustellen.



2. Etappe - Samstag, den 28.09.2019


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Der Wetterbericht hatte den besten Tag des Wochenendes vorausgesagt und Recht behalten. Bei bewölktem Himmel, aber mit vereinzelten Sonnenscheinstrahlen, zog es 66 Radfahrfreunde am zweiten Tag auf die Strecke von ca. 60 km. Frau Schühlein von der Stadtverwaltung der Stadt Bad Belzig begrüßte im Namen des Bürgermeisters, der leider verhindert war, die Teilnehmer. Nachdem es endlich aufklarte, gingen alle voll Enthusiasmus auf die 2. Etappe. Dieser wurde bei einigen, die kein E-Bike fuhren, gleich wieder etwas gebremst, denn es ging gleich auf den langgezogenen Anstieg nach Lübnitz. Da wurde wieder einmal jedermann daran erinnert, dass wir im Hohen Fläming unterwegs waren. Dank der Unterstützung und Absicherung durch ein Polizeifahrzeug war das Fahren auf der Bundesstraße bis Görzke kein Problem und sehr entspannt. Ab Görzke ging es dann auf dem Radweg weiter bis nach Ziesar. Auf der Bischofsburg wurden wir, wie schon in den vergangenen Jahren mehrmals, herzlich vom Heimatverein Ziesar unter der Leitung von Frau Zimmermann, die diese Etappe auch mitradelte, mit leckerer Gulaschsuppe, Schmalzstullen und Kuchen, empfangen. Da auch einige "Neulinge" mitradelten, ließ es sich der Heimatverein nicht nehmen, die Burg einschließlich Kappelle und Burgturm zur Besichtigung frei zu geben.

Nachdem sich alle gestärkt hatten, waren natürlich auch unsere Schauspieler wieder zur Stelle, um die leicht abgeänderte Moritat vom Sabinchen (der Schuster war hier ein Schneider und konnte trotz der Mordtat am Sabinchen aus der Stadt Treuenbrietzen nach Ziesar flüchten) hier in Ziesar weiter zu spinnen. So gaben sie hier eine Moritat zum Besten, in der der Schneider zwar eine Nebenrolle spielte, er aber trotzdem für den Tod von zwei Liebenden (sie ertranken, weil ein Knopf, den der Schneider für teures Geld angenäht hatte, nicht hielt) verantwortlich war.

Bei bester Stimmung, traten nach der Aufführung wieder alle kräftig in die Pedale.

Petrus schickte immer mehr Sonnenstrahlen, aber leider auch einen kräftigen Wind. Das tat der guten Laune aber keinen Abbruch und so ging es über Köpernitz, Buckau und Egerlinde nach Verlorenwasser. Beim Radfahren hätte so gerne so mancher eine Pause eingelegt, aber nicht um zu verschnaufen, nein - um Pilze zu sammeln, die durch den Regen der letzten Tage in Massen am Wegesrand standen. Das ist aber, wenn man im Tross unterwegs ist, recht schwierig. Also Stelle merken und in den nächsten Tagen noch einmal alleine vorbei schauen!

Pünktlich zur Kaffeezeit trafen wir dann in der "Hirschtränke" in Verlorenwasser ein. Mehrere Sorten selbstgebackener Kuchen, Kaffee und andere gezapfte Getränke ließen keine Wünsche offen. Als urplötzlich ein Sturzregen über alle niederging konnten wir, wie am Vortag Gottseidank ins Trockene flüchten.

Nach der Kaffeepause ging es auf dem Radweg durch den Wald, vorbei am ehemaligen Mittelpunkt der DDR, über Weitzgrund zurück nach Bad Belzig. Hier wieder angekommen, freuten sich die Teilnehmer der Tour auf einen tollen Ausklang des Tages in der Steintherme. Diese hatte einen Rabatt auf den Aufenthalt für die Teilnehmer der Etappe gesponsert. Viele nahmen dieses Angebot gerne an, um sich in der Sole des Schwimmbeckens oder in der Saunalandschaft von den Anstrengungen des Tages (immerhin 60 km zurückgelegt) zu erholen.



3. Etappe - Sonntag, den 29.09.2019



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Leider war uns am Tag unserer 3. Etappe das Wetter nicht so hold. Bei leichtem Regen, der allerdings auch den ganzen Tag über nicht wirklich nachließ, trafen sich 45 Unentwegte am Sonntagvormittag, um trotzdem die 3. Etappe über 55 km anzugehen. Es ging zunächst, natürlich wieder mit Polizeibegleitung, in Richtung Schwanebeck, Baitz, Lüsse und dann über Kranepuhl, Lühnsdorf und Buchholz nach Rädigke. Dort wurden wir von Ronny Kamischke und seiner Crew in seiner "Almhütte" begrüßt und mit Wildgulasch und Nudeln bestens versorgt. Nachdem sich alle das leckere Essen hatten schmecken lassen, warteten wir bereits gespannt auf den Ausgang der Moritaten um den Schneider aus Treuenbrietzen. Dieser war nun also in Rädigke bzw. in einem Gasthaus im Walde in der Nähe angekommen und den mörderischen Wirtsleuten zum Opfer gefallen, die ihn ausraubten. So nahm die Gerechtigkeit ihren Lauf. Allerdings erging es auch den Wirtsleuten schlecht, denn sie wurden gefasst und hingerichtet (wunderbar gemimt von Teilnehmern unserer Radlergemeinschaft, wie schon am Vortag). So nahmen alle Moritaten kein gutes Ende, wie bei Moritaten so üblich - sie waren, wie unsere Schauspieler mit einem Augenzwinkern bemerkten, die "Bild" Zeitung der Vergangenheit.

Nachdem alle gut durchgewärmt waren (es war gut geheizt!) ging es wieder hinaus in den Regen auf den Rückweg. Dieser führte uns über Neuendorf, Zixdorf, Garrey und Klein Marzehns nach Raben. Dort wurden wir schon im Gasthaus "Hemmerling" mit Kaffee und Kuchen erwartet. Nach der Stärkung ging es über den Radweg nach Grubo und dann weiter über Bergholz nach Bad Belzig zurück. Kurz vor Bad Belzig hörte es dann endlich auf mit regnen, so dass die Rückkehrer im Kurpark noch den Empfang durch das Jugendfanfarenorchester ohne Regen genießen konnten.

Es war ein sehr herzlicher Abschied von allen, mit dem Versprechen, im nächsten Jahr in Beelitz wieder dabei zu sein.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei allen Helfern (besonders den Vereinsmitgliedern und der Polizei), bei allen Sponsoren, dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, dem RBB, der MAZ, der BRAWO und nicht zuletzt bei allen Teilnehmern bedanken. Denn ohne euch alle wäre diese tolle Tour (dem Wetter zum Trotz!) nicht möglich gewesen.


Wir freuen uns bereits auf die 8. Ausgabe der Tour am letzten Septemberwochenende 2020 mit Start und Ziel jeweils in Beelitz.

Also - bleibt alle schön gesund - dann sehen wir uns im nächsten gesund und munter wieder!


 

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