6. Fläming-Burgenradtour

mit Start- und Zielort Kloster Lehnin

1. Etappe - Samstag, den 29.09.2018
Kloster Lehnin - Schmergow/Trebelsee - Havelradweg -   Damsdorf - Kloster Lehnin


Bei ziemlich kalten Temperaturen, aber herrlichem Sonnenschein, fanden sich am 1. Tag der Tour ca. 80 Radfahrer vor dem Diakonissenhaus im Kloster Lehnin ein.
Nach den Anmeldeformalitäten, einem Kaffee (vom Verein gesponsert und vom Tourismusbüro vor Ort gebrüht) und einer "Tourtüte" mit Wegzehrung und allerlei "Nützlichem" für die bereits im Vorfeld (über die Homepage oder telefonisch) angemeldeten Radler, ging es pünktlich um 9.30 Uhr los.
Gut gelaunt starteten wir auf die ersten 28 km des Rundkurses, der uns über Nahmitz, Trechwitz, Schenkenberg, Jeserig, Götz, Götzer Berge und Deetz bis nach Schmergow an den Trebelsee führte. Direkt am Wasser erwarteten uns bereits unsere Schauspieler. Da das Mittagessen vom Caterer "Trixi" etwas auf sich warten ließ, zogen unsere Gaukler ihr Stück vor. Tische und Bänke, die der Caterer bereits angeliefert hatte, waren schnell aufgestellt und alle lauschten gespannt dem Spiel, das sich unsere Schauspieler zu drei Begriffen ausgedacht hatten - nämlich Aal, Bär und Brecht. Tja, mach mal was aus dieser Kombination von Worten! Nichts leichter als das, sagten sich unsere beiden Geronimus und Olivarius - da erzählen wir die Geschichte von Albrecht dem Bären und die Entstehung von Berlin. Gesagt, getan - unter Einbeziehung zahlreicher Komparsen aus der radelnden Bevölkerung - wurde allen Teilnehmern die Gründungsgeschichte unseres Landes Brandenburg bzw. der Stadt Berlin unter Albrecht dem Bären, sehr bildhaft nahe gebracht.
Mittlerweile war dann auch endlich das Essen da und alle konnten sich an Erbseneintopf mit Bockwurst stärken. Auch für Getränke war gesorgt. So dass alle Radfahrer gut gestärkt, sowohl an leiblicher als auch an geistiger Nahrung den Rückweg nach Kloster Lehnin antraten. Zunächst ging es auf dem Havelradweg immer am Wasser entlang. Von dieser Etappe schwärmten viele noch am nächsten Tag. In Derwitz, im Gasthaus " Zum fliegenden Roß" kehrten wir zur Kaffezeit ein. Das Personal hatte sich viel Mühe gegeben, uns alle mit leckerem Kuchen, Kaffee oder Eis zu beköstigen. Nach ca. 45 Minuten ging es bereits weiter, da wir noch in der Kirche von Damsdorf vom Pfarrer erwartet wurden. Diese Kirche ist wahrhaft etwas Besonderes. Die Innenräume ziemlich einfach in weiß gehalten, besticht sie vor allem durch die außergewöhnliche, z.T. sehr abstrakte Kunst, in der das Altar -Triptichon und das Altarkreuz geschaffen wurden.
Auch die Hintergrundinformationen zur Entstehung der Bilder, vorgetragen durch den Herrn Pfarrer, waren sehr interessant. Nach diesem kurzen Kulturstopp ging es auf direktem Wege zurück nach Kloster Lehnin, wo wir gegen 17.15 Uhr eintrafen. Leider hatte es die Gemeinde Kloster Lehnin nicht fertig gebracht, für die Teilnehmer am Abend noch etwas anzubieten, um den Ort vorzustellen und in guter Erinnerung zu behalten. So ging nach Zielankunft jeder Teilnehmer seiner Wege - entweder in das gebuchte Hotel oder die Unterkunft im Kloster oder sie traten den Heimweg an, um am nächsten Tag hoffentlich wieder mitzuradeln.


2. Etappe -  Sonntag, 30.09.2018

Kloster Lehnin - Borkwalde - Borkheide - Beelitz/Heilstätten - Spargelhof Klaistow - Busendorf - Emstal - Kloster Lehnin

 


Petrus meinte es wirklich gut mit uns an diesem Wochenende.
So trafen bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zur gewohnten Zeit, um 9.30 Uhr ca. 40 interessierte Radfahrer zu einer Führung durch das Kloster Lehnin, noch vor dem Start der 2. Etappe, ein. Diese Führung gab einen interessanten Einblick in die Geschichte und heutige Nutzung des Klosters. Welches immer noch im Geist christlicher Nächstenliebe als Krankenhaus, Altenheim, Hospiz und Ausbildungsstätte für Diakonissen betrieben wird.
Pünktlich um 10.45 Uhr starteten wir dann mit wiederum knapp 80 Teilnehmern in Richtung Emstal. Überwigend auf Radwegen und auch auf dem R1 ging es dann bis nach Beelitz/Heilstätten. In der Cafeteria der Neurologischen Klinik erwartete man uns bereits. Es gab Nudeln mit zwei verschiedenen Soßen zum satt essen und Mineralwasser. Kaffe wurde vom Verein gesponsert, genau wie morgens vor dem Start.
Nachdem sich alle gestärkt hatten, erwarteten uns bereits draußen unsere beiden Gaukler Olivarius und Geronimus. Dieses Mal mit einer Geschichte zur Entstehung des Klosters Lehnin. Wer am Morgen bei der Klosterführung gut aufgepasst hatte, entdeckte vieles wieder. Allerdings wurde auch dieses Mal die Geschichte nicht so "bierernst" wieder gegeben und es gab den einen oder anderen Lacher. Manchmal auch auf Kosten der Mitstreiter.
Überpünktlich ging es dann gegen 14.15 Uhr auf dem R1 weiter Richtung Ferch. Von Ferch bis Klaistow mussten wir dann ausnahmsweise die Straße benutzen, was den Sonntagsverkehr etwas ausbremste, da viele das schöne Wetter zu einer Ausfahrt nutzten. Aber alle Teilehmer verhielten sich sehr diszipliniert, so dass wir diese Herausforderung mit Bravour gemeistert haben. Endlich in Klaistow auf dem Spargelhof angekommen, waren alle überwältigt von den Menschenmassen, die an diesem Sonntag den Spargelhof aufgesucht hatten, um die Kürbisaustellung zu betrachten. Eine Dreiviertelstunde Aufenhalt reichte nur für Kaffe und Kuchen oder einen groben Überblick. Mehr können wir auch bei unseren Touren nicht leisten. Wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, sollte sich die Zeit nehmen und wieder kommen. So was nennt man auch Nachhaltigkeit. Also ging es nach 45 Minuten über Kanin, Busendorf, Emstal zurück nach Kloster Lehnin, wo wir gegen 17.30 Uhr eintrafen. Gemeinsam verabschiedeten wir uns voneinander und alle versprachen, wenn es die Gesundheit zuläßt, im nächsten Jahr in Bad Belzig wieder dabei zu sein.


An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Radfahrern für das tolle Wochenende. Ein ganz besonderer Dank geht an unsere Fahrwarte, die wieder sehr umsichtig dafür gesorgt haben, dass alles unfallfrei über die Bühne ging und an unsere mithelfenden Vereinsmitglieder für die Vorbereitung, Organisation und Durchführung.

Nicht zu vergessen ein herzliches Dankeschön an alle Sponsoren. Ganz besonders an unseren Hauptsponsor - Dirk Sommerlatte von der Zurich Versicherung -  der es sich in diesem Jahr nicht nehmen ließ und beide Tage mitradelte. Dank auch an alle anderen Sponsoren, ohne die diese Tour in dieser Form nicht möglich wäre und ein Dankeschön an den Landkreis Potsdam-Mittelmark/Abteilung Wirtschaftsförderung, der uns bereits seit der ersten Tour unterstützt.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen bei der
7. Fläming-Burgenradtour in Bad Belzig!

 

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